Gemeinde Isenbüttel

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Informationen zum Tankumsee

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger Isenbüttels,

In meinen Sprechstunden werde ich immer wieder zu Themen des Wohngebietes am Tankumsee befragt.

Da die Antwort auf diese Fragen auch für viele andere interessant sein könnte, haben ich das Wichtigste hier für Sie zusammengestellt.

Ihre Tanja Caesar (Bürgermeisterin)

Tankumsee

1. Veränderung in den letzten Jahren

Das Wohngebiet Tankumsee war lange Jahre ein reines Ferienhausgebiet. Unabhängig davon, dass die Samtgemeinde aus bestimmten Gründen den Bewohnerinnen und Bewohnern einen ersten Wohnsitz verliehen hat (die Gemeinde hat dies durchaus kritisch gesehen), war das Dauerwohnen rein baurechtlich gesehen illegal. Auch aus diesem Grund hat es lange Jahre von den Bewohnerinnen und Bewohnern Anträge an die Gemeinde gegeben, das Gebiet in ein reines Wohngebiet umzuwandeln.

Mit der Entscheidung hat es sich die Gemeinde nicht leicht gemacht, wohl wissend, dass diese Übernahme mit hohen Kosten für die Gemeinde verbunden ist. Aber letztlich hat den Ausschlag gegeben, dass eine Verweigerung dieser Übernahme für viele Menschen mit erheblichen Nachteilen verbunden gewesen wäre (Umzug, Meldung in einer anderen Kommune mit 1. Wohnsitz, …).

Im Laufe der Jahre hat sich aus unserer Wahrnehmung auch die Struktur der Bevölkerung verändert. Es gibt weiterhin die Bewohnerinnen und Bewohner, die schon lange im Gebiet wohnen und die ihre Waldsituation lieben, aber vermehrt kommen auch Menschen in das Gebiet, die ein schön gelegenes Grundstück mit hohem Freizeitwert ganz normal nutzen möchten und die sich auch von einem zu starken Bewuchs gestört fühlen – hier müssen Kompromisse gefunden werden.

2. Problem Grund - und Oberflächenwasser im Wohngebiet

Bei der Überlegung das Ferienhausgebiet in ein reines Wohngebiet umzuwandeln wurde genaustens geprüft und abgewogen, wie das anfallende Regenwasser zufriedenstellend versickern kann.

Bei der Aufstellung des Bebauungsplanes hat es aus diesem Grund eine Reihe von engen Vorgaben gegeben:

  • Anfallendes Regenwasser darf weder auf öffentliches Straßengelände noch in die Schmutzwasserkanalisation gelangen, es muss auf dem eigenen Grundstück verbleiben und dort versickern oder bewirtschaftet werden.
  • Eine GRZ wurde mit 0,2 festgelegt, die überbaubaren Nebenanlagen, Garagen, Einstellplätze, Terrassen und Weg sind 40m² je Baugrundstück begrenzt (Mindestgrundstücksgröße: 550m²), bei den Doppelhausgrundstücken ist die bebaubare Fläche stärker eingeschränkt.
  • Die maximale Wohnfläche der Häuser wurde von 90m² auf 120m² erhöht, um auch Familien das Wohnen in dem Gebiet zu ermöglichen.
  • Einfriedungen

Allseitige Einfriedungen nur als lebende Hecke oder  Staketenzäune (maximale Höhe 1 m). Außerdem sind zur optischen Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen mit naturfarbenen Holzpfosten (maximale Höhe 0,30m ohne Tür und Tor) erlaubt. Bei Sichtschutzzäunen gilt eine maximale Höhe von maximal 1,80 m bei einer Höchstlänge von 10 lfm pro Grundstück „nur an schutzwürdigen Bereichen“.

Festgestellte Verstöße werden geahndet. Dies ist auch notwendig, weil die Überbauungen auf Kosten der Allgemeinheit gehen (z.B. Überlastung des Pumpwerks, Überschwemmungen auf Grundstücken).

3. Waldcharakter

Die Gemeinde war und ist daran interessiert, dass der Waldcharakter des Wohngebietes weitgehend erhalten bleibt. Aus diesem Grund gibt es am Tankumsee – anders als im übrigen Ort Isenbüttel – eine Baumschutzsatzung.

Diese Satzung ist in den vergangenen Jahren angepasst worden. Die Gründe dafür waren vor allem:

  • Die Satzung sollte für die Anwohnerinnen und Anwohner und die Gemeinde einfach zu handhaben und transparent sein.
  • Im Laufe der Jahrzehnte waren die Grundstücke teilweise sehr dunkel geworden, außerdem waren in vielen Fällen Pflegearbeiten nötig geworden, die ohne ein zeitraubendes Antragsverfahren realisiert werden sollten.
  • Auch das Nachpflanzgebot wurde im Laufe der Jahre angepasst, da die ursprünglich vorgegebene Anzahl von Pflanzen auf den kleinen Grundstücken nicht umsetzbar war.
  • Entscheidend war aber auch die Beratung durch den zuständigen Förster, der die Gemeinde darauf hinwies, dass ursprünglich auf dem Gebiet des Wohngebietes Laubbäume gestanden haben.

Das führte zum jetzigen Satzungstext, der den folgenden Rahmen abbildet:

Geschützt sind u.a. Kiefern und Laubbäume (Stammumfang von mehr 50 cm Umfang in 1 m Höhe und Sträucher und Büsche ab 2 m Höhe, außerdem Hecken mit einer Mindestlänge von 4 m.

Nicht geschützt sind Bäume im 4 m- Abstand von Wohnhäusern und Obstbäume.

Zulässig sind jedoch ordnungsgemäße Plfege- und Erhaltungsmaßnahmen und Maßnahmen im Rahmen der Verkehrssicherung an öffentlichen Straßen, Wegen und Gräben.

Bei Kiefern wird eine generelle Ausnahme erteilt, wenn der vorhandene Kiefernbestand oder einzelne Kiefern entfernt werden, um die Aufforstung von Laubbäumen vorzunehmen. In diesem Fall ist das Fällen lediglich bei der Gemeinde anzuzeigen. In allen anderen Fällen sind Ausnahme- und Befreiungsanträge bei der Gemeinde zu stellen.

4. Straßenbeleuchtung

Die Gemeinde Isenbüttel hat eine Entscheidung getroffen, die Straßenbeleuchtung auch nachts nicht auszuschalten, zu bestimmten Zeiten wird die Beleuchtung gedimmt. Vor einigen Monaten lag ein Antrag aus der  Einwohnerschaft vor, die Beleuchtung nachts aus Tierschutzgründen auszuschalten. Die Gemeinde hat diesem Antrag nicht entsprochen, weil sie eine Priorität für die Sicherheit der Menschen am Tankumsee sieht.

5. Sylvesterböllern

Aktuell liegt wiederum der Wunsch aus der Einwohnerschaft des Wohngebietes Tankumsee vor, die Nutzung von Feuerwerkskörpern im Wohngebiet am Tankumsee zu verbieten. Hier hat die Samtgemeinde als zuständige Ordnungsbehörde bereits vor einiger Zeit eine Prüfung vorgenommen und sieht hier keine rechtlichen Möglichkeiten. Dass in einigen Städten gültige Verbot ist mit den mittelalterlichen Fachwerkhäusern im innerstädtischen Bereich begründet worden.

6. Veranstaltungen der Tankumsee-Gesellschaft

Es gibt aus der Einwohnerschaft immer wieder Beschwerden, wenn die Tankumsee-Gesellschaft Veranstaltungen am See anbietet. Grundsätzlich ist die Gesellschaft verpflichtet, die hohen Kosten wenigstens teilweise durch einige Einnahmen zu kompensieren. Neben den Parkgebühren, den Pachteinnahmen bleiben da noch kulturelle Veranstaltungen. Die Gemeinde Isenbüttel begrüßt ausdrücklich die Bemühungen der Tankumsee-Gesellschaft, eine kulturelles Angebot vorzuhalten, von dem auch die Bürgerinnen und Bürger aus Isenbüttel – damit auch des Tankumseegebietes – profitieren. Dabei sind die Veranstalter verpflichtet, die gültigen Lärmschutzgrenzen einzuhalten. Die Gemeinde, die auch im Aufsichtsrat der Tankumsee-Gesellschaft vertreten ist, ist mit dem Geschäftsführer immer im Gespräch, um hier Auswüchse zu vermeiden.

 

 

 

 

 

 

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